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Wo die Abschlusszeitung entsteht

08.07.2016

Wo die Abschlusszeitung entsteht

Schulklasse besuchte Werkstätten des Lebenshilfe MOL e. V.

 

Hennickendorf/Strausberg (sd).  Mit dem Ende des Schuljahres kommt für die Jungen und Mädchen der sechsten Klassen auch der Abschied von der Grundschule. Zur Erinnerung an diesen ersten großen Lebensabschnitt wird häufig eine gemeinsame Abschusszeitung gestaltet.

Am Dienstag, dem 14. Juni 2016, besuchte die 6a der Hennickendorfer Grundschule „Am Stienitzsee“ die Werkstätten des Lebenshilfe MOL e. V. in Strausberg. Die Kinder konnten einen Blick in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche werfen und erfuhren viel über die praxisnahe Arbeitsweise des Berufsbildungsbereichs. Ziel der Werkstätten ist es, behinderte und eingeschränkte Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dabei lernen die Teilnehmer zunächst ein Jahr lang die einzelnen Bereiche kennen und finden damit auch ihre Stärken. Anschließend werden sie in einem Arbeitsbereich eingesetzt, wo sie auch eigenes Geld verdienen können. Wie Birgit Westphal-Köbke erklärte, richtet sich die Bezahlung der Mitarbeiter nach dem, was mit den Werkstätten erwirtschaftet wurde. Ganz groß werde hier das Solidaritätsprinzip geschrieben, erklärte die Mitarbeiterin im begleitenden Dienst. Dabei sind die Aufgabenfelder sehr vielfältig und beginnen mit einfachen Tätigkeiten, wie Sortierarbeiten, und steigern sich entsprechend der Fähigkeiten der Mitarbeiter.  Je nach Wunsch können die Mitarbeiter als ausgelagerte Arbeitskräfte weiterbeschäftigt oder direkt bei einer anderen Firma angestellt werden. „Viele fühlen sich hier so wohl, dass sie kaum weg wollen“, ergänzt Birgit Westphal-Köbke.

Ein Bereich der Werkstätten kümmert sich auch um die Erstellung von Drucksachen, wie Flyern und Zeitungen. Nachdem sie ihren Rundgang beendet hatten, waren sich Christel Dobbermann und die Kinder sicher, dass sie hier auch ihre Abschlusszeitung drucken lassen wollen. Nicht zuletzt durch den Blick hinter die Kulissen, sondern auch durch die Unterstützung, die mit solchen Aufträgen gegeben wird, fiel der Entschluss nicht schwer.

Mit zahlreichen neuen Eindrücken ging es für die Schülerinnen und Schüler nach knapp anderthalb Stunden wieder nach Hennickendorf zurück. Im Namen der Klasse dankte Christel Dobbermann recht herzlich für die informative und umfangreiche Führung.

 

QUELLE sd/BAB

 

Foto: Aufmerksam folgten die Kinder der 6a den Erklärungen von Birgit Westphal-Köbke. Foto: sd